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Feiern als Motto der neuen Ausstellung im Frans-Hals-Museum

Ausstellung Feiern im Goldenen Jahrhundert bis 6.5.2012
Feierlaune herrscht derzeit im Frans-Hals-Museum im niederländischen Haarlem. Die Ausstellung Feiern im Goldenen Jahrhundert zeigt, wie beliebt das Thema Feiern in der Kunst des 17. Jahrhunderts war. Maler wie Jan Steen und Frans Hals bannten die unterschiedlichsten feiernden Personen und Gesellschaften auf die Leinwand, variierend von der Bauernkirmes und Karnevalsfeiern bis hin zu vornehmen Landpartien und Schützenbanketten. Die Ausstellung im Frans-Hals-Museum besteht aus mehr als 50 Gemälden, darunter Spitzenwerke aus der eigenen Sammlung und, als Leihgabe, aus dem Metropolitan Museum in New York sowie der Gemäldegalerie in Berlin. Feiern im Goldenen Jahrhundert ist noch bis zum 6. Mai 2012 zu sehen.

Die Ausstellung Feiern im Goldenen Jahrhundert bringt erstmals eine Übersicht über "Feier-Werke" aus der Zeit des Goldenen Jahrhunderts. Den Besucher erwarten nicht nur zahlreiche gelungene Gemälde wichtiger Maler des 17. Jahrhunderts, sondern auch ein Kaleidoskop an Szenen, die ihn, nicht selten mit einem Augenzwinkern, ein Bild der damals gültigen Normen und Werte vermitteln. Zu sehen sind sehr verschiedene Feiern: schicke Landpartien, Kirmessen, Bankette und Bauernhochzeiten, aber auch Nikolaus und religiöse Feste wie Heilige Drei Könige oder Pfingsten.

Künstlerisches Können

Für die Maler des Goldenen Jahrhunderts waren Feiern ein beliebtes Sujet. Die Thematik war wohl nicht nur in geschäftlicher Hinsicht reizvoll, sondern auch aus der Warte des Künstlers, der hier zeigen konnte, was in ihm steckt. Die wachsende Popularität des Themas ist ganz wesentlich auf Jan Steen zurückzuführen, den Vertreter dieses Genres schlechthin. Kein anderer Maler malte so viele verschiedene festliche Anlässe auf die Leinwand wie er. Zugleich verstand sich Steen wie sonst niemand auf die Darstellung von Gesichtsausdrücken und humoristischen Kompositionen. Er ist mit sieben Werken auf der Ausstellung vertreten.

Porträt eines liederlichen Lebensstils

Nicht alle Feste, die im 17. Jahrhundert begangen wurden, sind auf Gemälden verewigt worden: Geburtstage oder Weihnachten kommen gar nicht vor, andere Gelegenheiten, zum Beispiel Nikolaus, nur sehr selten. Bemerkenswerterweise sind Bauernhochzeiten populär, Hochzeiten aus den besseren Kreisen hingegen kommen so gut wie nicht vor. Es sieht ganz so aus, als hätten die Maler eine Vorliebe für liederliche Feste gehabt. In der Ausstellung kommt der Haarlemer Malerei besondere Bedeutung zu. Die sogenannte galante Gesellschaft, ein Genre, das in Amsterdam von David Vinckboons eingeführt wurde, erlebte in Haarlem durch Maler wie Esaias van de Velde, Dirck Hals und Willem Buytewech eine große Blüte. Der berühmteste Maler Haarlems, Frans Hals, hat die feiernden Offiziere in seinen neuartigen Schützenporträts mit treffenden Typisierungen und einzigartigen lebendigen Gebärden und Gesichtsausdrücken dargestellt. Jan Steen malte viele seiner besten Werke in Haarlem.

Katalog

Während für den Betrachter im 17. Jahrhundert Manieren, die zu wünschen übrig ließen, aber auch humoristische Einlagen auf Anhieb erkennbar waren und von ihm verstanden wurden, ist heutzutage ein gewisses Hintergrundwissen erforderlich, wenn man die Gemälde in ihrer Gänze erfassen will. Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog mit einem Einführungsessay von Dr. Anna Tummers, Kuratorin des Frans-Hals-Museums, die die Ausstellung zusammengestellt hat. Thijs Weststeijn (Forscher an der Universität Amsterdam, spezialisiert auf die Kunsttheorie und Philosophie des 17. Jahrhunderts) beschreibt die damaligen Auffassungen von der malerischen Darstellung von Festen sowie die Rolle, die Alkohol, Liederlichkeit und Humor dabei spielten. Herman Roodenburg (Außerordentlicher Professor für historische Anthropologie und Ethnologie in Europa an der Freien Universität Amsterdam) und Mickaël Bouffard-Veilleux (professioneller Tänzer und Tanzhistoriker) besprechen in einem gemeinsamen Essay die Art und Weise, wie die Maler des 17. Jahrhunderts ihre Figuren Haltung annehmen und sie tanzen ließen und inwieweit diese Darstellungen mit den damals vorherrschenden Vorstellungen vom Verhalten der verschiedenen gesellschaftlichen Schichten übereinstimmte. Marieke de Winkel (Kostümspezialistin) behandelt in ihrem Beitrag die Kleidung des 17. Jahrhunderts und erläutert, was aus den abgebildeten Kostümen alles herauszulesen ist. (Der Katalog umfasst 16o Seiten, alle Gemälde sind in Farbe abgebildet. Er erscheint in einer niederländischen und einer englischen Ausgabe. NAI Publishers, Verkaufspreis 27,50 Euro).

Veranstaltungen und Audioguide

Im Rahmen der Ausstellung werden verschiedene Aktivitäten und Veranstaltungen organisiert: Vorträge, Familientage, Bootsarrangements und Workshops. Es besteht die Möglichkeit, die Ausstellung ohne zusätzliche Kosten mit einem Audioguide (Niederländisch oder Englisch) zu besuchen.

Sponsoring

Die Ausstellung wird mit finanzieller Unterstützung von VSB Fonds, SNS REAAL Fonds, Dr. Marijnus Johannes van Toorn & Louise Scholten Stichting, Stichting Zabawas , J.C. Ruigrok Stichting, Prins Bernhard Cultuurfonds (Netty van Doornfonds) und ABN AMRO Mees Pierson ermöglicht. Das Museum erhält Unterstützung durch die BankGiro Loterij.

Arnheim ist groß in Mode:

Shopping im Designerviertel Klarendal
Eine kleine Stadt ganz groß in Mode: die niederländische Stadt Arnheim zählt lediglich rund 150.000 Einwohner, hat sich aber als bedeutendes Zentrum des Designs etabliert. Alle zwei Jahre findet dort die Internationale Modebiennale statt, wo der kreative Nachwuchs aus der ganzen Welt stoffliche Kreationen zeigt. Die Präsenz von jungen Designern prägt das Stadtbild aber auch außerhalb der Laufsteg-Wochen: Arnheim ist Sitz der ArtEZ Hochschule für Design. Und aus dieser gehen schon seit Jahren Gründungen hervor, die Arnheim zu einer attraktiven Einkaufsstadt jenseits der üblichen Ketten-Monopole machen. In Boutiquen wie "Superduper", "ami-e-toi" und "Coming Soon" wird die Mode der Zukunft schon heute angeboten. Und im "Modekwartier Klarendal" hat sich ein ganzes Stadtviertel den Trends "Made in Arnheim" verschrieben. Hier finden Modewusste Fachgeschäfte, die Brautmode, Maßkleidung, Taschen, Hüte, Schmuck, Accessoires, Schuhe, Stiefel, Streetwear und Bademoden verkaufen. Einzigartig ist, dass die Kunden direkt im Atelier des Designers einkaufen. Darüber hinaus werden verschiedene Workshops und Rundgänge angeboten, die man mit einem Mittagsimbiss oder Abendessen im "Station Klarendal" abrunden kann. Weitere Informationen: www.vvvarnhemnijmegen.nl; www.niederlande.de/stadt

Vielfältige Gastronomie und gesellige Atmosphäre:

Den Bosch ist "Gastfreundlichste Stadt" 2011
Die Stadt `s-Hertogenbosch (Den Bosch) ist zum zweiten Mal in Folge zur "Gastfreundlichsten Stadt" der Niederlande gewählt worden. Touristen in 21 niederländischen Städten bewerteten das vielseitige Hotel- und Restaurantangebot sowie die allgemeine Ausstrahlung und Atmosphäre auf den Straßen Den Boschs als hervorragend. In der Studie konnten die Befragten ihre Bewertungen in den Kategorien "Freundlichkeit und Sicherheit", "Stadt und Architektur", "Gastronomie und Freizeit" sowie "Zugänglichkeit und Information" abgeben. Den Bosch erhielt in diesem Jahr in allen Kategorien sogar noch eine höhere Bewertung als 2010. Um den Besuchern die Gastfreundlichkeit und Vielfalt der Stadt näherzubringen, hat der Tourismusverein VVV ein Arrangement aufgelegt. Es beinhaltet einen Nachmittagstee im Restaurant Pilkington, den Eintritt ins Hieronymus Bosch Art Center, einen Stadtplan und Vorschläge für einen Stadtrundgang sowie eine Überraschung aus Den Bosch. Das Arrangement kostet 19,50 Euro pro Person oder 38 Euro für zwei Personen.
Weitere Informationen: www.vvvdenbosch.nl Spanien-heute.de